Hypnose bei Parkinson

Hilft Hypnose bei Parkinson? Therapiedokumentation
 

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Ungeplanter Abschluss des Blogs

Leider ist es so, dass die Probandin keine weitere Veröffentlichung mehr wünscht. Auch das vereinbarte Feedback gab es nur rudimentär. Damit ist auf Dauer dem nichtkommerziellen Blog und den Betroffenen und Behandlern nicht geholfen. Schließlich sollte für die interessierte Öffentlichkeit ergründet werden, ob eine Hypnosetherapie bei Parkinson eine geeignete Hilfe sein kann. Der offensichtliche Wunsch der Probandin, in den Genuss des Nutzens einer solchen unentgeltlichen Therapie zu kommen, die ggf. Vorteile aber nicht mit Leidensgenossen teilen zu wollen, diesem Wunsch mag ich nicht entsprechen und beende die Zusammenarbeit.

Fazit:

Nach bereits 2 Sitzungen konnte ich eine deutliche Linderung der Symptome eindeutig feststellen. Eine, für diesen Einzelfall, abschließende Wertung, ist mir leider nicht möglich. 

In naher Zukunft ist ein weiterer Blog mit einem Parkinsonpatienten, der zur Mitarbeit bereit ist, geplant.

 

Danke für Ihr Interesse!

Feedback nach Hypnose 2

Folgende SMS erhielt ich von B. heute:" ...war zwar nicht im Restaurant, aber gestern Abend noch Einkaufen und bis spät in den Abend beweglich und entspannt. Wie auch jetzt. "

2. Sitzung am 10.10.13

Heute fand die 2. Hypnosesitzung mit B. statt. Erfreulicherweise hat sich B.s Gang stabilisiert. Ich hatte den Termin extra auf den Nachmittag gelegt, da B. ja berichtet hatte, dass sie morgens für einen halben Tag in Höchstform sei nach der 1. Hypnose, dann aber abbauen würde. Davon war heute nichts zu spüren. Der Gang war sicher aber nach wie vor etwas bemüht. Von Tippeln oder Zehenstand aber keine Spur. Mir ist allerdings klar, dass auch das nur eine Momentaufnahme sein kann. Ein Fortschritt ist aber deutlich erkennbar.

 

B. konnte berichten, dass sie stark an Selbstvertrauen gewonnen hat. Dieser Tage wurde sie in einem Aufzug unfreundlich behandelt. Vor der Hypnose führte jeder noch so kleine Konflikt dazu, dass sie "einfror", teilweise längere Zeit nicht mehr von der Stelle kam, wie gelähmt war. In dem Aufzug gab sie nun kurz Kontra und ging ungehindert ihres Weges. Die Anwesenden Eltern waren sehr erstaunt.

 

B. wünschte sich für diese Hypnose, dass sie wieder in die Lage versetzt würde, Spaziergänge zu unternehmen. Bislang hielt die Angst vor dem "Einfrieren" sie davon ab. Bisher war praktisch jede unvorhersehbare Situation dazu in der Lage, sie einfrieren zu lassen. So kam es vor, dass B. über Stunden den Heimweg nicht antreten konnte. Daraus resultierte auch eine Panik, die B. durch die Angst wieder einfrieren zu können, selbst auslöste. Allein der Gedanke wieder einzufrieren löste die Panikattacke aus und diese sorgte dann auch tatsächlich dafür, dass B. gelähmt war. Praktisch eine selbsterfüllende Prophezeiung.  Als 2ten großen Wunsch äußerte B. wieder einmal auswärts Essen gehen zu können. Seit Jahren hat sie kein Restaurant mehr betreten, die Angst dort etwas zu verschütten, aufzufallen... löste bereits entsprechende Panikgefühle aus. Alleine der Gedanke an einen Restaurantbesuch sorgte für Zittern und weitere starke Symptome, so dass nicht einmal der Versuch eines Restaurantbesuches in Frage kam.

 

Als B. auf der Liege platzgenommen hatte, fiel mir sofort auf, dass sie völlig ruhig und entspannt lag. Bei der 1.Hypnose sah ich noch deutlich, wie alle Gliedmaßen zitterten. Insbesondere die Hände und Füße hielten vor der Hypnose nicht still. Heute war keinerlei Zittern erkennbar.

 

Ich arbeite bei Hypnosen stets ohne Skript und reagiere spontan um möglichst auf den Probanden eingehen zu können. Außerdem weiß man, inbesondere, wenn Befragungen des UB durchgeführt werden nie, was dabei herauskommt.  Somit konnte ich den spontan geäußerten Wünschen nachkommen.

 

Wie bei der 1. Hypnose, war eine erforderliche Trancetiefe schnell erreicht. Während der Vertiefung gönnte ich mir den kleinen Spaß, B. das Wort " Uhr " vergessen zu lassen. Als ich ihr dann meine Uhr zeigte, konnte sie zwar beschreiben wofür das Gerät ist, aber das Wort " Uhr " war aus dem Gedächtnis gelöscht. Solche Einlagen dienen aber nicht nur der allgemeinen Belustigung, sondern haben auch einen Sinn. Der / die Hypnotisierte erkennt, dass sie / er sich tatsächlich in einer tiefen Hypnose befindet und das sorgt regelmäßig dafür, dass die Trance noch stark vertieft wird. Anders als mancher denkt, merkt der Hypnotisierte nämlich nicht, dass er in Hypnose ist. Hypnose ist kein Schlaf, keine Bewusstlosigkeit... 

 

In der Hypnose ließ ich B. nun in Gedanken am Rhein spazieren gehen. Es sollten starke Bilder erzeugt werden, sie sollte die Luft spüren, riechen schmecken und den Spaziergang genießen. Und sich vorstellen, dass nichts und niemand an dem Genuss etwas ändern kann. Selbst auftretende Unannehmlichkeiten während des Spaziergangs würden sie nicht davon abhalten, den Spaziergang zu genießen. Und dass es für sie ganz selbstverständlich ist, dass die Strecke ohne Probleme zu bewältigen sei, dass Ängste Einzufrieren in keiner Sekunde aufkommen können... Alles das, sollte B. intensiv visualisieren. Im Weiteren verankerte ich fest im UB, dass alles ab sofort und für alle Zukunft genau so eintreffen werde, wie sie es sich nun eben vorgestellt habe. Ich eleminierte die Angst vor Panikattacken, vor dem Einfrieren... Ich implantierte im UB die Gewissheit, dass Nichts und Niemand ihren Spaziergang behindern könne, dass sie die vorgenommene Wegstrecke problemlos und sicher bewältigen wird. Die entsprechenden Suggestionen vertiefte ich mehrfach. Ähnlich ging ich die Sache mit dem restaurantbesuch an. Ich eleminierte jede Panik vor dem " Versagen " am Tisch und implantierte Sicherheit und beliebige " Gleichgültigkeit " beim Umgang mit Besteck, Teller, Gläsern... B. solle alle Utensilien handhaben ohne darüber nachzudenken und ohne jede Verkrampfung. Dazu verankerte ich im UB, dass es völlig normal ist, auch mal etwas zu verschütten oder fallen zu lassen, das ginge absolut jedem Restaurantbesucher einmal so, sei also normal und nichts besonderes. Die Implantationen und Suggestionen habe ich sodann wiederholt vertieft und im UB dauerhaft verankert.

 

Während der Aufwachphase  habe ich zusätzlich, neben den allgemeinen Körperfunktionen, besonders den Dopaminhaushalt auf einen optimalen Wert gesetzt.

 

Nach der Hypnose war B. völlig entspannt und verspürte spontan die Lust ein Restaurant aufzusuchen. Ich habe sie darin bestärkt das kurzfristig auch zu tun.

Ich erwarte nun wieder das Feedback von B. und werde wieter berichten. Auch diese Sitzung ist auf Video aufgezeichnet und wird Euch demnächst auszugsweise gezeigt.

1. Hypnose am 01.10.13


Gegen 15 Uhr öffnet mir B. die Haustür, der Einfachheit halber, hatte ich mich zu einem Hausbesuch entschieden. Mir fällt ihr unsicherer und tippelnder Gang auf. Sie geht nur auf den Zehenspitzen und rollt beim Gehen nicht ab. Die Stimme ist etwas dünn und vibriert. Als B. die Tür hinter mir abschließt, ist ein deutliches Zittern der Hände erkennbar. Mir fällt auf, dass B. die Treppe in das 1.OG mit deutlich sichererem Gang bewältigt.

Nach einem ausführlichen Vorgespräch leite ich die Hypnose ein. B. hat sich bequem auf eine Liege gelegt. Ich wähle eine sanfte Hypnoseinduktion. B. gleitet recht zügig in eine mittlere Trance. Nun installiere ich für B. einen sogenannten "sicheren Raum". In diesen Raum kann sich B. jederzeit unter Hypnose zurückziehen, falls sie in der Hypnose z.B. mit einer nicht aushaltbaren Situation, etwa einem Trauma, konfrontiert werden würde. In diesem virtuellen Raum fühlt sie sich jederzeit wohl und geborgen. Ich vertiefe die Hypnose weiter und B. erreicht den Zustand des sogenannten Somnambulismus. Das ist eine sehr tiefe Trance und zeigte sich hier durch das Verdrehen der leicht geöffneten Augen.

Ich begann nun mit dem Unterbewusstsein Kontakt aufzunehmen. Zunächst bat ich das Unterbewusstsein ( UB ) mir mit einem Fingerzeig "Ja-" und "Nein-"Signale zu geben. Dies war erfolgreich und so bat ich das UB mit mir zu sprechen. Dabei kommuniziert das Ub mittels der Stimme der Probandin, meist jedoch in leicht nach oben veränderter Stimmlage. Nicht selten kann sich die Probandin, nach Auflösung der Hypnose, nicht an die Worte des UB erinnern.

Ich bat das UB nun, sogenannte Informationszellen an die Areale im Gehirn zu senden, an denen das Dopamin gebildet / angeregt wird. Die Schulmedizin macht das Absterben von entspechenden Nervenzellen für die mangelnde Dopaminausschüttung verantwortlich. Die Informationszellen können "sehen", wie es an den betreffenden Stellen aussieht und diese Informationen an das UB weitergeben und somit dem Hypnotiseur mitteilen. Das UB teilte mir mit, dass es unnötig sei, informationszellen dorthin zu schicken, es sei alles in Ordnung und es gebe keine geschädigten Nerven. Als Grund für den mangelnden Dopaminausstoss und damit für die Auslösung der Parkinsonerkrankung seien Konflikte in der Vergangenheit und Gegenwart verantwortlich. B. habe sich in die Krankheit geflüchtet. Die Parkinsonerkrankung sei also nicht die Ursache sondern Wirkung. Nun wollte ich herausfinden, welche Ereignisse B. derart bellastet haben, dass sie sich in die Parkinson flüchtete. Ich leitete eine Rückführung ein. D.h., ich bat das UB zu dem Zeitpunkt im Leben zurück zu gehen, als B. noch nicht erkrankt war und der Dopaminhaushalt normal funktionierte. Es dauerte einige Minuten, bis sich das UB an diesen Zeitpunkt begeben hatte.  B. war 30 Jahre alt und völlig beschwerdefrei. Nun ging ich Schritt für Schritt in Richtung Heute und ließ mir vom UB alles berichten, was B. derart belastet hat, dass die Krankheit ausgelöst wurde. Zusammengefasst geht es um Vetrauensmissbrauch, und zwischenmenschliche Konflikte, die B. nicht bewältigen konnte und bis heute nicht aufgearbeitet sind. Ich führte mit dem UB einen längeren Dialog. Ich erklärte dem UB, dass es damals vielleicht keine andere Möglichkeit gegeben habe die Konflikte zu verarbeiten und zeigte Verständnis für die Flucht in die Krankheit. Ich erklärte dem UB aber auch, dass diese Flucht nun nicht mehr nötig sei und die Krankheit B. sehr stark belaste und das Leben negativ beeinflusst. Im Ergebnis einigte ich mich mit dem UB darauf, dass die weitere Flucht in die Krankheit nicht mehr notwendig sei und bat das UB die Dopaminausschüttung wieder langsam aufzunehmen, bis sie einen normalen Wert erreicht hat und die Krankheit langsam weichen kann. Damit beendete ich die 1. Befragung des UB.

Während der gesamten Sitzung konnte ich den Tremor in Händen und Füßen beobachten. Zunächst aber widmete ich mich den aufgedeckten Konflikten und nahm Schuldgefühle und Konfliktscheu igkeit von B. weg und verankerte dieses dauerhaft im UB. Mittels Suggestionen versuchte ich abschließend das Zittern in Armen und Beinen abzustellen und den Gang zu festigen. Nach ca. 1,5 Std leitete ich die Hypnose sanft aus.

Nach dem "Aufwachen" und einer kurzen Erholungsphase ließen sich erste Ergebnisse feststellen. Das Zittern in den Gliedmaßen war verschwunden. Der Gang von B. war deutlich verbessert. Noch etwas bemüht aber sicher und sie rollte über den gesamten Fuß ab. Mindestens für den Moment war eine signifikante Verbesserung der Symptome feststellbar.

 

Die Probandin

Um ein Mindestmaß an Diskretion zu wahren, nenne ich die Probandin B. Auch in veröffentlichten Videos, nehme ich eine Verpixelung der Probandin vor. Dafür bitte ich um Verständnis.

B. ist Mitte 40 und seit ihrem 35. Lebensjahr auf Parkinson diagnostiziert. Sie wird mit i-dopa globuli therapiert. Die Medikation bezeichnet B. als wenig wirksam. Symptome: Tremor, Sprachtremor, Einfrieren, tippelnder Gang, zeitweise Lähmung für mehrere Stunden. Begleiterscheinungen wie Anflug von Depressionen und Unsicherheiten bis hin zu Panikattacken. Charakterlich bezeichnet sie sich als sehr konfliktscheu. Konflikte verstärken die Symptome deutlich.B. berichtet aber auch von kurzen Phasen, in denen sie nahezu beschwerdefrei ist. Diese seltenen und meist 1-2 Tage andauernden guten Phasen bedingen immer eine absolute Entspanntheit und eine Urlaubsähnliche Situation.