Hypnose bei Parkinson

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1. Hypnose am 01.10.13


Gegen 15 Uhr öffnet mir B. die Haustür, der Einfachheit halber, hatte ich mich zu einem Hausbesuch entschieden. Mir fällt ihr unsicherer und tippelnder Gang auf. Sie geht nur auf den Zehenspitzen und rollt beim Gehen nicht ab. Die Stimme ist etwas dünn und vibriert. Als B. die Tür hinter mir abschließt, ist ein deutliches Zittern der Hände erkennbar. Mir fällt auf, dass B. die Treppe in das 1.OG mit deutlich sichererem Gang bewältigt.

Nach einem ausführlichen Vorgespräch leite ich die Hypnose ein. B. hat sich bequem auf eine Liege gelegt. Ich wähle eine sanfte Hypnoseinduktion. B. gleitet recht zügig in eine mittlere Trance. Nun installiere ich für B. einen sogenannten "sicheren Raum". In diesen Raum kann sich B. jederzeit unter Hypnose zurückziehen, falls sie in der Hypnose z.B. mit einer nicht aushaltbaren Situation, etwa einem Trauma, konfrontiert werden würde. In diesem virtuellen Raum fühlt sie sich jederzeit wohl und geborgen. Ich vertiefe die Hypnose weiter und B. erreicht den Zustand des sogenannten Somnambulismus. Das ist eine sehr tiefe Trance und zeigte sich hier durch das Verdrehen der leicht geöffneten Augen.

Ich begann nun mit dem Unterbewusstsein Kontakt aufzunehmen. Zunächst bat ich das Unterbewusstsein ( UB ) mir mit einem Fingerzeig "Ja-" und "Nein-"Signale zu geben. Dies war erfolgreich und so bat ich das UB mit mir zu sprechen. Dabei kommuniziert das Ub mittels der Stimme der Probandin, meist jedoch in leicht nach oben veränderter Stimmlage. Nicht selten kann sich die Probandin, nach Auflösung der Hypnose, nicht an die Worte des UB erinnern.

Ich bat das UB nun, sogenannte Informationszellen an die Areale im Gehirn zu senden, an denen das Dopamin gebildet / angeregt wird. Die Schulmedizin macht das Absterben von entspechenden Nervenzellen für die mangelnde Dopaminausschüttung verantwortlich. Die Informationszellen können "sehen", wie es an den betreffenden Stellen aussieht und diese Informationen an das UB weitergeben und somit dem Hypnotiseur mitteilen. Das UB teilte mir mit, dass es unnötig sei, informationszellen dorthin zu schicken, es sei alles in Ordnung und es gebe keine geschädigten Nerven. Als Grund für den mangelnden Dopaminausstoss und damit für die Auslösung der Parkinsonerkrankung seien Konflikte in der Vergangenheit und Gegenwart verantwortlich. B. habe sich in die Krankheit geflüchtet. Die Parkinsonerkrankung sei also nicht die Ursache sondern Wirkung. Nun wollte ich herausfinden, welche Ereignisse B. derart bellastet haben, dass sie sich in die Parkinson flüchtete. Ich leitete eine Rückführung ein. D.h., ich bat das UB zu dem Zeitpunkt im Leben zurück zu gehen, als B. noch nicht erkrankt war und der Dopaminhaushalt normal funktionierte. Es dauerte einige Minuten, bis sich das UB an diesen Zeitpunkt begeben hatte.  B. war 30 Jahre alt und völlig beschwerdefrei. Nun ging ich Schritt für Schritt in Richtung Heute und ließ mir vom UB alles berichten, was B. derart belastet hat, dass die Krankheit ausgelöst wurde. Zusammengefasst geht es um Vetrauensmissbrauch, und zwischenmenschliche Konflikte, die B. nicht bewältigen konnte und bis heute nicht aufgearbeitet sind. Ich führte mit dem UB einen längeren Dialog. Ich erklärte dem UB, dass es damals vielleicht keine andere Möglichkeit gegeben habe die Konflikte zu verarbeiten und zeigte Verständnis für die Flucht in die Krankheit. Ich erklärte dem UB aber auch, dass diese Flucht nun nicht mehr nötig sei und die Krankheit B. sehr stark belaste und das Leben negativ beeinflusst. Im Ergebnis einigte ich mich mit dem UB darauf, dass die weitere Flucht in die Krankheit nicht mehr notwendig sei und bat das UB die Dopaminausschüttung wieder langsam aufzunehmen, bis sie einen normalen Wert erreicht hat und die Krankheit langsam weichen kann. Damit beendete ich die 1. Befragung des UB.

Während der gesamten Sitzung konnte ich den Tremor in Händen und Füßen beobachten. Zunächst aber widmete ich mich den aufgedeckten Konflikten und nahm Schuldgefühle und Konfliktscheu igkeit von B. weg und verankerte dieses dauerhaft im UB. Mittels Suggestionen versuchte ich abschließend das Zittern in Armen und Beinen abzustellen und den Gang zu festigen. Nach ca. 1,5 Std leitete ich die Hypnose sanft aus.

Nach dem "Aufwachen" und einer kurzen Erholungsphase ließen sich erste Ergebnisse feststellen. Das Zittern in den Gliedmaßen war verschwunden. Der Gang von B. war deutlich verbessert. Noch etwas bemüht aber sicher und sie rollte über den gesamten Fuß ab. Mindestens für den Moment war eine signifikante Verbesserung der Symptome feststellbar.

 

9.10.13 19:04

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